Die Platte verfügt über eine atemberaubende Klangqualität … Edgar Knecht versteht es wie kaum ein anderer Künstler, den Hörer mit seinem vielfältigen Jazz an die Lautsprecher zu bannen. … expressive Tastenläufe, herrliche Bassspielereien und akzentuierte Trommelaktionen … Brillant!
(Rocktimes)

Die Rocktimes über Dance On Deep Waters

Edgar Knecht ist der Konservator des deutschen Volksliedes und er setzt (wie es im Informationsblatt zum Tonträger steht) »seinen Streifzug durch das „Old German Songbook“ nun fort.« Nach Good Morning Lilofee heißt es nun „Dance On Deep Waters“. Das Gefallen des Albums beginnt schon mit dem ausdrucksstarken Coverbild. Es stammt von dem Amerikaner Michael Forsberg. Alleine schon damit wird die Musik der insgesamt acht Stücke in Bewegung versetzt. Die Momentaufnahme verkörpert auf eindrucksvolle Art und Weise den innovativen Jazz des Pianisten Edgar Knecht und seinen hervorragenden Begleitmusikern Rolf Denecke (Bass), Tobias Schulte (Schlagzeug) und dem Perkussionisten Stephan Emig. Das Quartett repräsentiert definitiv mehr als die emotionslose Addition der Künstler.

Die Platte verfügt über eine atemberaubende Klangqualität. Dagobert Böhm hat produziert, recorded sowie gemixt hat Stephan van Wylick und gemastert wurde von Hans-Jörg Maucksch (Pauler Acoustic/Nordheim).

Die fast dreiundfünfzig Minuten Gesamtspielzeit sind eine brillante Reise durch die Gefühlswelt, deren Anmut man erst nach mehreren Durchgängen gerecht wird. Meines Erachtens hat Edgar Knecht auf der Basis mehr oder weniger bekannter Lieder aus lange zurückliegenden Epochen ein zeitloses Werk auf den Markt gebracht. Er versteht es wie kaum ein anderer Künstler, den Hörer mit seinem vielfältigen Jazz an die Lautsprecher zu bannen.

Persönlich findet der Musiker unter anderem folgende Wort zu seinem Album: »Die meisten der Lieder auf diesem Album handeln von Themen wie Liebe, Tod und Freiheit … TIEFE WASSER also. […]« „Dance On Deep Waters“ ist nicht oberflächlich. Für die emotionale Tiefe der Songs muss man sich Zeit nehmen. Die gehaltvolle Musik mit unter anderem Latin-Flair ist in keiner Weise für das Nebenbeihören geeignet. Auf einem unglaublichen Niveau ist das Album die fokussierte Quintessenz einer vierten Dimension des höheren Jazz. Mit dieser Platte wurde ein persönliches Kontinuum geschaffen. Hier ticken die Uhrzeiger anders.

Dabei kann und darf das Quartett für den auditiven Genuss durchaus auch auf die Einfachheit der Mittel zurückgreifen. So kommt an bestimmten Stellen dem Groove eine besondere Bedeutung zu. Mit seinen Percussionsinstrumenten sorgt ein Stephan Emig für klangliche Zutaten, die für eine tolle Erdung sorgen.

„Gedankenfreiheit“ basiert auf dem Lied „Die Gedanken sind frei“. Auch wenn dieser Track mit fast zehneinhalb Minuten das längste Stück der Platte ist, reicht diese Zeit fast nicht aus, um den Ideenreichtum des Virtuosen Edgar Knecht unterzubringen. Die flotte Latin-Fahrt mit ihren expressiven Tastenläufen, herrlichen Bassspielereien und akzentuierten Trommelaktionen ist ein Highlight des Albums.

Die Grundlage für „Tiefe Wasser“ ist „Es waren zwei Königskinder“. Hier löst sich das Quartett mit viel Finesse aus der Umklammerung der Erdgravitation und kreiert seinen ganz persönlichen Kosmo

Joachim ‚Joe‘ Brookes (Rocktimes)

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